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Die ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek „Georgius Agricola“ der Ä¢¹½ÊÓÆµ Bergakademie Freiberg zeigt ab 16. April eine Wanderausstellung über die Rolle des Chemie- und Pharmakonzerns IG Farben im Nationalsozialismus. Dabei steht auch das studentische Engagement für die historische Aufarbeitung ab 1990 im Mittelpunkt – und eine kritische Einordnung aus heutiger Perspektive.  

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Studierende und junge Forschende erarbeiteten gemeinsam mit UB-Direktorin Dr. Julia Meyer die Konzeption der heutigen Ausstellung und sorgen für die Umsetzung.
Studierende und junge Forschende erarbeiteten gemeinsam mit UB-Direktorin Dr. Julia Meyer die Konzeption der heutigen Ausstellung und sorgen für die Umsetzung.

Anfang der 1990er-Jahre sorgten Chemie-Studierende verschiedener deutscher ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen für Aufruhr, als sie sich daran machten, die Rolle des Chemie- und Pharmakonzerns IG Farben im Nationalsozialismus aufzuarbeiten und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit öffentlich zu präsentieren. Sie schufen eine Wanderausstellung, die jetzt von Chemie-Studierenden nach Freiberg geholt wurde.

Gerade weil zeitgleich auch die historische Forschung zur Zwangsarbeit bei der IG Farben einsetzte, schaut die Geschichtswissenschaft heute kritisch auf die studentische Ausstellung – denn wissenschaftlich sauber war die Arbeit der jungen Engagierten damals nicht immer. Dennoch zeigt die ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek Freiberg sie wieder, um den Einsatz der Studierenden und Chemie-Fachschaften gegen damalige Widerstände der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen zu würdigen – im Original, samt Kontext und kritischer Einordnung. Eine Webseite, die über QR-Codes erreichbar ist, bietet Kommentare und Hintergründe. Möglich macht das ein interdisziplinäres Seminar zur Wissenschaftskommunikation im Rahmen des Studium generale während des WS 25/26. Hier erarbeiteten Studierende und junge Forschende gemeinsam mit UB-Direktorin Dr. Julia Meyer die Konzeption der heutigen Ausstellung und sorgen für die Umsetzung.

Über die Ausstellung: Von Anilin bis Zwangsarbeit. Zur Entstehung und Entwicklung der deutschen chemischen Industrie

Die Ausstellung in der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek Freiberg zur Geschichte der IG Farben beleuchtet deren Entstehung ab Mitte des 19. Jahrhunderts sowie ihrer Rolle vor, während und nach den beiden Weltkriegen bis heute – und zugleich macht sie die Entstehungsgeschichte einer studentischen Wanderausstellung aus den 1990er und 2000er Jahren sichtbar.

Sie zeigt, wie sich Studierende und Fachschaften der Chemie trotz Widerständen an ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen für historische Aufarbeitung engagiert haben. Im Zentrum stehen die Verflechtungen von chemischer Industrie, Moral und Politik, aber auch die Frage nach gesellschaftlicher Verantwortung der Forschung – damals wie heute. 

In den Räumen der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek als Ort der Kommunikation und des Austauschs verbindet die Ausstellung historische Objekte mit studentischen Perspektiven, und lädt zur aktiven Auseinandersetzung ein. 

Ausstellungszeitraum: 16.04. – 22.08.2026

Ausstellungsort:

±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek „Georgius Agricola“, 2. OG 
Winklerstraße 3, 09599 Freiberg

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Doktorand Dirk Dammaschke wirkte an der Ausstellung mit.

Wege einer Wanderausstellung über die Geschichte der IG Farben

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